Das heute unter Denkmalschutz stehende Haus wurde 1821 als Offiziershaus am Eingang des Schlossgartens gebaut. Ein Polizeisergeant sowie ein Polizeidiener versahen dort ihren Dienst (1822-1864). Bis zu seinem Tode 1849 nutzte das Haus auch als Wohnung der Hauptpolizist Wenzel Langer; seine Witwe durfte in dem Gebäude weiter wohnen. Langers Nachfolger, Polizeisergeant Redler, zog 1869 in das Haus ein, das 12 Jahre später auch als Meldebüro der „Fremdenpolizei“ genutzt wurde. Später lebte dort auch der Gärtner und Stellmacher Johann Gustav Taubert. Der letzte Mieter zog im Jahr 2000 aus; dann stand das Haus bis zur Sanierung 2012 leer. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts wurde es vom Schlossgärtner als Wohnhaus genutzt, daher der Name "Gärtnerhaus".

 

In den vergangenen Jahren sehr runtergekommen und unbewohnt, hat sich der Verein "Bürger für das Schloß Ritzebüttel" sehr engagiert für die Sanierung eingesetzt. Nachdem die Stadt Cuxhaven als Eigentümerin die Finanzierung des denkmalgeschützten Kleinods dank vieler Sponsoren sicher stellen konnte, erfolgte von März 2012 bis Juni 2013 die Innen- und Aussensanierung. Pächter dieses Hauses ist der Verein Bürger für das Schloss Ritzebüttel, der das Haus mit Leben füllen möchte.

 

Das romantische Biedermeierhäuschen ist knapp 100m² groß, verteilt auf drei Ebenen, und hat einen kleinen Garten mit großer Südterrasse. Zentral gelegen am Eingang des wunderschönen Schlossgartens und gegenüber der eindrucksvollen Martinskirche am Ritzebüttler Marktplatz kann man von hier aus zu Fuß erreichen:

 

das Schloss Ritzebüttel, die Galerie Alte Wache, das Schlossrestaurant, das Schweizerhaus und das Ringelnatzmuseum, die Fußgängerzone, den Bahnhof, den Hafen und die "Alte Liebe".